Samstag, 17.12.2005
Nach dem Blind Date
Der Taxifahrer ruft ?Yeessss, Schicksal!? ins Telefon. Der Kollege aus der Redaktion nimmt es gelassen zur Kenntnis. Die Krankenschwester war so oder so glücklich, einige Euro investiert zu haben. Die drei Berliner haben Karten für mindestens ein WM-Spiel. Seit gestern wissen sie auch, welche Begegnungen sie für ihr Geld zu sehen bekommen.
Vor der Auslosung wusste James Morton nur, dass er drei Mal Paraguay sehen würde. Er hat ein Team-Serienticket für das Land. Nun weiß er auch, gegen wen es geht. Morton, Engländer, ist 42 Jahre alt und fußballverrückt, wie sich das für jemanden von der Insel gehört. England, Deutschland, Holland hat er sich als Gegner für Paraguay gewünscht. Seine erste Paarung die feststand, war: Paraguay gegen England. ?Großartig?, sagt Morton. Er werde jetzt anständig feiern.
Der Kollege aus der Redaktion wird Brasilien gegen Kroatien in Berlin sehen und ein Viertelfinale, in dem die Deutschen stehen könnten. Die Gegner? Waren ihm egal. ?Ich weiß doch, ich werde zweimal guten Fußball sehen?, sagt er.
Der Krankenschwester, einer Mittzwanzigerin aus Friedrichshain, war selbst das nicht allzu wichtig. ?Ich wollte die besondere Atmosphäre im Stadion erleben.? So wird es nun nicht kommen. Sie wird ihre Karten ihrem Freund zu Weihnachten schenken. Deswegen darf ihr Name nicht in der Zeitung stehen. Die Begegnungen auch nicht.
Quelle : Tagesspiegel
Vor der Auslosung wusste James Morton nur, dass er drei Mal Paraguay sehen würde. Er hat ein Team-Serienticket für das Land. Nun weiß er auch, gegen wen es geht. Morton, Engländer, ist 42 Jahre alt und fußballverrückt, wie sich das für jemanden von der Insel gehört. England, Deutschland, Holland hat er sich als Gegner für Paraguay gewünscht. Seine erste Paarung die feststand, war: Paraguay gegen England. ?Großartig?, sagt Morton. Er werde jetzt anständig feiern.
Der Kollege aus der Redaktion wird Brasilien gegen Kroatien in Berlin sehen und ein Viertelfinale, in dem die Deutschen stehen könnten. Die Gegner? Waren ihm egal. ?Ich weiß doch, ich werde zweimal guten Fußball sehen?, sagt er.
Der Krankenschwester, einer Mittzwanzigerin aus Friedrichshain, war selbst das nicht allzu wichtig. ?Ich wollte die besondere Atmosphäre im Stadion erleben.? So wird es nun nicht kommen. Sie wird ihre Karten ihrem Freund zu Weihnachten schenken. Deswegen darf ihr Name nicht in der Zeitung stehen. Die Begegnungen auch nicht.
Quelle : Tagesspiegel
Sonntag, 14.08.2005
Blind Date
Von der Lippe: Comedy ist dröge Arbeit
Was vom Sofa aus lustig und leicht wirkt, ist oft das Ergebnis harter und langer Arbeit. Der Entertainer Jürgen von der Lippe empfindet denn auch Comedy als "schwere, dröge, langweilige Arbeit". Zudem wehre er sich dagegen, dass seine Arbeit mit dem abwertenden Begriff "Zote" in Verbindung gebracht werde, sagte der 57-Jährige der "Neuen Presse".
"Nicht die Ochsentour gemacht"
Nach Ansicht von der Lippes sei Anke Engelke mit ihrer "Late Night Show" gefloppt, weil sich die Moderatorin am Anfang der Sendung mit Stand-up-Comedy versucht habe: "Anke ist eine hervorragende Schauspielerin, aber sie hat mit der Stand-up-Comedy nicht die Ochsentour gemacht." Für den ersten Teil der Show habe ihr darum die Übung gefehlt. Sie sei verkrampft gewesen. Das habe sich auf die Zuschauer übertragen, die dann nicht gelacht hätten, meinte von der Lippe.
Die spontanen Gags liegen Engelke jedoch durchaus: Für "Blind Date II: Taxi nach Schweinau" wurden Engelke und Oli Dittrich 2003 mit dem "Grimme Preis mit Gold" ausgezeichnet. Für das Frühjahr 2006 ist mit Engelke eine neue Comedyreihe bei Sat.1 geplant.
Quelle : N24.de
Was vom Sofa aus lustig und leicht wirkt, ist oft das Ergebnis harter und langer Arbeit. Der Entertainer Jürgen von der Lippe empfindet denn auch Comedy als "schwere, dröge, langweilige Arbeit". Zudem wehre er sich dagegen, dass seine Arbeit mit dem abwertenden Begriff "Zote" in Verbindung gebracht werde, sagte der 57-Jährige der "Neuen Presse".
"Nicht die Ochsentour gemacht"
Nach Ansicht von der Lippes sei Anke Engelke mit ihrer "Late Night Show" gefloppt, weil sich die Moderatorin am Anfang der Sendung mit Stand-up-Comedy versucht habe: "Anke ist eine hervorragende Schauspielerin, aber sie hat mit der Stand-up-Comedy nicht die Ochsentour gemacht." Für den ersten Teil der Show habe ihr darum die Übung gefehlt. Sie sei verkrampft gewesen. Das habe sich auf die Zuschauer übertragen, die dann nicht gelacht hätten, meinte von der Lippe.
Die spontanen Gags liegen Engelke jedoch durchaus: Für "Blind Date II: Taxi nach Schweinau" wurden Engelke und Oli Dittrich 2003 mit dem "Grimme Preis mit Gold" ausgezeichnet. Für das Frühjahr 2006 ist mit Engelke eine neue Comedyreihe bei Sat.1 geplant.
Quelle : N24.de